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Begriffe

Hier findet ihr einige Tischtennis-Begriffe und ihre Erklärungen.

Hall of Fame (ETTU)

Die ETTU Hall of Fame (Ruhmeshalle) wurde 2015 eingeführt, um außergewöhnliche Leistungen von Spielern und Funktionären im europäischen Tischtennissport zu ehren und zu verewigen.

Bisher sind 49 Spielerinnen und Spieler in die Ruhmeshalle aufgenommen worden.

Nähere Informationen zur ETTU Hall of Fame findet man auch unter http://etthof.org/

Folgende Personen wurden bisher in die Hall of Fame der ETTU aufgenommen (in alphabetischer Reihenfolge):

Hall of Fame (ITTF)

Die ITTF Hall of Fame (Ruhmeshalle) wurde 1993 eingeführt, um außergewöhnliche Leistungen von Spielern und Funktionären im Welt-Tischtennissport zu ehren und zu verewigen.
Der Vorsitzende des Hall of Fame, der US-Amerikaner James Mc Clure, war die treibende Kraft für die Gründung der Ruhmeshalle, nachdem die erste Idee 1991 vom ITTF-Präsidenten Ichiro Ogimura kam.
Voraussetzung für die Aufnahme in die Hall of Fame ist der Gewinn von wenigstens 5 Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften oder bei den Olympischen Spielen.
Bisher sind 63 Spielerinnen und Spieler sowie 3 Offizielle in die Ruhmeshalle aufgenommen worden. Die Aufnahmen in die Hall of Fame sollten alle zwei Jahre anlässlich der Weltmeisterschaften erfolgen.

Folgende Personen wurden bisher in die Hall of Fame der ITTF aufgenommen (in alphabetischer Reihenfolge):

Joola-Rangliste und TTR-Wert

Die Joola-Rangliste sortiert die in ihr enthaltenen Spieler nach deren Tischtennis-Rating (TTR), welches eine Maßzahl für die Spielstärke ist. Die männlichen und weiblichen Spieler aller Altersklassen werden in einer einzigen Rangliste geführt. Die Berechnungsmethode orientiert sich stark an dem Elo-System aus dem Schachsport, das dort seit mehreren Jahrzehnten eine anerkannte Bewertung der Spieler liefert. Berücksichtigt werden die Einzel aus allen offiziellen Mannschafts- und Individualwettbewerben aller Ebenen. Es wird jedes Einzel gleich bewertet, unabhängig davon, bei welcher Veranstaltung und in welcher Runde es erzielt worden ist. Die Berechnung des neuen TTR erfolgt nach jeder Veranstaltung. Die Veränderung zum alten TTR eines Spielers hängt zum einen vom durchschnittlichen TTR der Gegner und den erreichten Siegen aus allen seinen Spielen bei dieser Veranstaltung ab, zum anderen vom Alter und der Anzahl gespielter Einzel. Je jünger bzw. je unerfahrener ein Spieler ist, desto größere Veränderungen seines TTR sind möglich.

Pro Tour / World Tour

Die Pro Tour ist eine Serie von Tischtennisturnieren, die vom Weltverband ITTF jährlich durchgeführt wird. Es werden für Damen und Herren Einzel- und Doppelwettbewerbe ausgetragen. Erstmals wurde die Pro Tour-Serie 1996 ausgespielt.

Bei mehreren internationalen Meisterschaften, die als Pro Tour-Wettbewerb deklariert sind, erwerben die Teilnehmer je nach Platzierung eine gewisse Punktzahl. Die Punkte werden addiert. Die 16 Damen und Herren mit den meisten Punkten bestreiten das Pro Tour-Finale (Pro Tour Grand Finals) im Einzel, ebenso qualifizieren sich die 8 erfolgreichsten Doppel für das Finale. Allerdings ist die Teilnahme an mindestens sechs Turnieren auf drei verschiedenen Kontinenten erforderlich. Bei jedem Pro Tour-Turnier werden Preisgelder ausgespielt.

Ab 2012 heißt die Turnierserie nun World Tour.

Wechselmethode (Zeitspiel)

Die Wechselmethode (umgangssprachlich auch Zeitspiel genannt) setzt ein, wenn ein Satz nach zehn Minuten noch nicht beendet ist und in diesem Satz nicht mindestens 18 Punkte gespielt wurden. Bei der Wechselmethode wechselt das Aufschlagsrecht nach jedem Punkt. Der Gewinnpunkt wird wie beim normalen Spiel vergeben, mit einer Ausnahme: Wenn der Gegner des Aufschlagenden 13mal den Ball erfolgreich zurückgespielt hat, erhält er den Punkt. Das heißt, bei einem Ballwechsel wird der Ball maximal 13-mal hin- und hergespielt. Sind noch weitere Sätze zu spielen, dann werden diese auch im Zeitspielmodus durchgeführt. Die zehn Minuten stellen die reine Spielzeit dar. Bei Unterbrechungen - etwa wegen Verletzung, Materialbeschädigungen, bei „Handtuchpausen“, bei Auszeiten oder wenn der Ball die Spielbox verlässt usw. - muss die Uhr angehalten werden.

Mit Beginn der Wechselmethode übernimmt der zweite Schiedsrichter in der Box die Aufgabe des Schlagzählers (falls das Spiel von nur einem Schiedsrichter geleitet wurde, wird ihm ein Schlagzähler zur Seite gestellt). Er zählt laut und deutlich die erfolgreichen Schläge des Rückschlägers. Hat der den Ball dreizehnmal erfolgreich zurückgespielt, wird der Ballwechsel unterbrochen, und er erhält den Punkt.

Die Wechselmethode wurde eingeführt, um die Dauer eines Spieles zu begrenzen. Insbesondere wenn zwei Spieler sehr vorsichtig oder passiv spielen, kann es vorkommen, dass die Einführung der Wechselmethode erreicht wird. Bei der Tischtennisweltmeisterschaft 1936 war im Spiel zwischen Alex Ehrlich und Farkas Paneth erst nach 130 Minuten der erste Ballwechsel entschieden. Im gleichen Turnier hatte ein Münzwurf das Spiel zwischen Vasile Goldberger-Marin und Michel Haguenauer entschieden, weil beide nach siebeneinhalb Stunden vor dem fünften Satz stehend k. o. waren. Daraufhin wurde 1937 das Zeitspiel eingeführt – die Dauer eines Satzes wurde auf eine halbe Stunde begrenzt. Später wurde die Regel so abgeändert, dass ein Satz nach 20 Minuten endet und der Spieler, der gerade führt, den Satz gewinnt. Bei Gleichheit entscheidet der nächste Punkt. 1961 setzten der europäische Tischtennisverband ETTU sowie der DTTB-Sportausschuss die maximale Spieldauer eines Satzes auf 15 Minuten fest. Danach setzt die Wechselmethode ein. Ab 1. Januar 1966 wurde diese Regel dahingehend geändert, dass bei Eintreten der Wechselmethode alle folgenden Sätze von Beginn an nach der Wechselmethode gespielt werden. Die entspricht im Wesentlichen der heutigen Regelung.

Als 2001 die Sätze auf 11 Punkte verkürzt wurden, reduzierte der ITTF die maximale Dauer eines Satzes entsprechend auf 10 Minuten.

Weltrangliste

Die Weltrangliste wird einmal pro Monat vom Tischtennis-Weltverband ITTF getrennt für Damen und Herren herausgegeben. Hier wird die Spielstärke der Sportler anhand ihrer letzten Ergebnisse in offiziellen Wettkämpfen bewertet. Aus der ITTF-Weltrangliste entsteht automatisch die Europa-Rangliste, indem die nichteuropäischen Spieler herausgestrichen werden.

1928 veröffentlichte der ITTF erstmals eine Weltrangliste. In der Folge erschien meist einmal jährlich eine Rangliste. Jedes Mitglied des Ausschusses für Weltranglisten schlug eine Rangliste vor. Daraus errechnete man durch Mittelwertbildung die endgültige Rangliste. Seit 1991 wird die Weltrangliste mit Hilfe von Computern erstellt. Ab dem Jahr 2018 wurde die Berechnung der Weltrangliste auf ein neues Verfahren umgestellt.

Nun zählen nur noch die Ergebnissen bei den Turnieren, die Spielstärke der Gegner spielt im Gegensatz zur früheren Weltrangliste keine Rolle mehr.

Die drei wichtigsten Facts der neuen Weltrangliste:

– Je nach Event und Abschneiden erhält ein Spieler zuvor festgelegte Punkte.
– Die Events sind, je nach Einstufung durch den Weltverband, unterschiedlich bewertet.
– Bewertet werden die (bis zu) acht besten Ergebnisse der vergangenen 12 Monate. Teilgenommen werden kann aber auch an mehr oder weniger Events.

Die Events, bei denen Spieler die meisten Punkte gewinnen können, sind Olympische Spiele und Weltmeisterschaften – jeweils 3.000 Zähler können hier errungen werden. Bei World Cup und World Tour Grand Finals ist die Maximalpunktzahl von 2550 erreichbar. Ein Platinum Event der World Tour schlägt für den Sieger mit 2250 Zählern zu Buche, während bei den Standardveranstaltungen der World Tour – sowie auch bei Europameisterschaften und Europe Top 16 – noch 1800 Punkte ausgeschrieben sind. Der Sieger der European Games hingegen erhält 1050 Zähler, 150 mehr als bei Veranstaltungen der ITTF Challenge Series.

World Cup

Der World Cup wird vom Tischtennis-Weltverband ITTF veranstaltet. Mit der Organisation des Turniers beauftragt die ITTF ein Mitgliedsland. Es werden Einzelwettbewerbe für Damen und Herren - der World Cup - sowie Mannschaftswettbewerbe für Damen und Herren - der World Team Cup - durchgeführt.

Die Einzelwettbewerbe für Herren werden seit 1980 und für Damen seit 1996 jährlich durchgeführt. Teilnahmeberechtigt sind der vorherige Sieger des World Cup Turniers, der amtierende Weltmeister im Einzel, der aktuell beste Spieler von jedem der sechs Kontinente (Asien, Europa, Afrika, Latein Amerika, Nord Amerika, Ozeanien), ein Vertreter des Gastgeberlandes sowie die ersten acht Spieler der ITTF-Weltrangliste Dazu vergibt der ITTF zwei Wildcards.

Der World Team Cup wird seit 2007 alle zwei Jahre durchgeführt, und zwar in Jahren mit ungerader Jahreszahl. Vorher fand er bereits 1990, 1991,1994 und 1995 statt. Das Spielsystem wird vom Executive Committee jeweils vorgegeben.

Teilnahmeberechtigt sind zwölf Mannschaften, die ersten sieben der vorherigen Weltmeisterschaft, das Gastgeberland sowie vier weitere Mannschaften aus den Kontinenten.

Informationen zu den verschiedenen World Cup-Veranstaltungen findet ihr hier.